Dornbirn

Dornbirn: viel Natur und viel Kultur

Das 45.000 Einwohner zählende Dornbirn ist die größte Stadt des österreichischen Bundeslands Vorarlberg. Aus dem einst relativ unbedeutenden Städtchen wurde im 19. Jahrhundert ein bedeutendes Zentrum der alpenländischen Textilindustrie. Touristen, die heute nach Dornbirn kommen, sind vor allem von seiner landschaftlich schönen Umgebung begeistert.

Geschichtliches über Dornbirn

Das Gebiet von Dornbirn war schon in der mittleren Jungsteinzeit (vor 3.000 v. Chr.) bewohnt. In der Römer-Zeit gehörte es zur römischen Provinz Raetia.

Wissenschaftler nehmen an, dass die römische Straße von Chur nach Bregenz einst durch Dornbirn führte. Später gründeten die Alemannen, ein germanischer Stamm, im 6. oder 7. vorchristlichen Jahrhundert auf dem Areal der heutigen Stadt eine Siedlung.

895 wird Dornbirn erstmals urkundlich erwähnt. Damals gehörte die Ortschaft Torrinpuirron ("Höfe des Torro") zum Besitztum des Klosters von Sankt Gallen.

In den folgenden Jahrhunderten wurde Dornbirn Eigentum der Bregenzer Grafen und danach der österreichischen Habsburger. 1391 erhielt es den Namen Dorrenburren.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts brachte der Bau der neuen Eisenbahnlinie der Dornbirner Bevölkerung den lang ersehnten wirtschaftlichen Aufschwung. 1901 wurde die Ortschaft von Kaiser Franz Joseph I. in den Rang einer Stadt erhoben.

Sehenswertes in und um Dornbirn

Das 437 Meter hoch gelegene Vorarlberger Städtchen liegt am Westrand der Ostalpen unterhalb des Bregenzerwaldgebirges und wird von der Dornbirner Ach durchflossen.

Da Dornbirn erst Anfang des 20. Jahrhunderts zur Stadt erhoben wurde, gibt es dort auch weniger touristische Attraktionen zu bestaunen als in anderen österreichischen Städten.

Die meisten Gebäude Dornbirns stammen aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Die architektonisch interessanteren Bauwerke findet der Besucher rund um den Marktplatz.

Dort steht beispielsweise das "Rote Haus", das Wahrzeichen der Stadt. Es wurde im Jahr 1639 in Holzbauweise errichtet und beherbergte seinerzeit den Gasthof Zum Engel. Ein schönes Beispiel für den österreichischen Jugendstil ist das Johann-Luger-Haus.

Wer sich für Museen interessiert, sollte die Dornbirner Erlebnis-Naturschau inatura besuchen. Sie wird seit 2003 in den ehemaligen Rüsch-Werken im neuen Stadtpark gezeigt.

Das interaktive Museum informiert über Interessantes aus der Naturgeschichte und Naturkunde. Dort kann man sogar lebende Kleintiere und Präparate berühren.

Freunde traditioneller Handwerkskunst kommen im Krippen-Museum auf ihre Kosten.

Das der Reisende noch über Dornbirn wissen sollte

Wer heute die Kleinstadt im westlichsten Bundesland Österreichs besucht, kann dort an vielen kulturellen Veranstaltungen teilnehmen. Das ganze Jahr über finden in Dornbirn Theateraufführungen und Konzerte statt.

Überregional bekannt ist beispielsweise das "Dornbirn Klassik", ganzjährig gebotene Konzerte klassischer Musik. Moderne Kunst wird im Kunstraum Dornbirn gezeigt.

Im Umfeld der Stadt gibt es viele Berge, die auf gut ausgebauten Wanderwegen leicht zu bewältigen sind.

Ein beliebtes Ausflugsziel sind die Rappenloch- und die Alploch-Schlucht, die zu den größten Schluchten Mitteleuropas gehören. Beide Klammen erhalten ihr Wasser aus der Dornberger Ach.

Wer schöne Ausblicke mag, fährt mit der Karren-Seilbahn auf den 976 Meter hohen Karren im Südosten Dornbirns. Vom Restaurant auf dem Gipfel steigt der Wanderer entweder zum Staufen hinauf oder auf einem Waldlehrpfad zum Staufen-See hinunter.

Dornbirn Besucher, die im Winter in das Vorarlberger Städtchen kommen, haben die Gelegenheit, im nahen Skigebiet Bödele ihren Lieblingssport auszuüben.

Beruflich gestresste Reisende, die in der Stadt übernachten, haben viel Grund zur Freude: Die Kleinstadt ist touristisch noch nicht so überlaufen wie andere österreichische Orte ihrer Größe.

Daher empfiehlt sie sich vor allem für Erholungssuchende und naturliebende Menschen.

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