Linz

Linz: das kulturelle und wirtschaftliche Kleinod an der Donau

Als drittgrößte österreichische Metropole ist Linz kaum zu übersehen. Die Geschichte der Stadt, die der Linzer Torte ihren Namen geliehen hat, geht auf das Jahr 400 vor Christus zurück, als Kelten die Vorzüge der Lage direkt an der Donau für sich entdeckten. Erwähnt wurde die Stadt der Vielfalt zum ersten Mal in der Antike. Die Römer verliehen ihr den Namen "Lentia". Nach der Zerstörung durch die Germanen im 2. Jahrhundert gewann Linz im Frühmittelalter wieder zunehmend an Bedeutung. Die Stadtentwicklung folgte im Jahre 1207 unter den Babenbergern. Zu ihrem eigentlichen Ruhm gelangte Linz jedoch als Residenzstadt und Zentrum des Heiligen Römischen Reiches unter Friedrich III. Auch die Tatsache, dass sich hier der Hof von Herzog Albrecht VI. befand, erklärt das kulturelle und politische Wachstum ab dem Jahre 1458. Den Schritt zur Großstadt schaffte Linz letztendlich um 1923 infolge zahlreicher Eingemeindungen und Einwanderungen. Eine besondere Rolle spielte die österreichische Metropole in der Nazizeit vor allem aufgrund nostalgischer Anwandlungen Adolf Hitlers, der hier zur Schule gegangen war. In der Nachkriegszeit entwickelte sich Linz zunehmend zur Universitätsstadt. Das unvorteilhafte Image einer tristen Stahlmetropole begann sich mit der Realisierung zahlreicher Maßnahmen zu ändern, die letztendlich dazu führten, dass Linz auch heute noch als eine der umweltfreundlichsten österreichischen Städte gilt.

Auszeichnungen und Events: die Creative-City Linz im Kreuzverhör

Die Liste der Ereignisse und Würdigungen, die die Donaustadt vorzuweisen hat, ist lang. Bereits im Jahre 1979 wurde mit dem Festival für Computerkunst, der Ars Electronica, ein besonders innovatives und zukunftsorientiertes Event eingeführt, das nach wie vor zahlreiche Besucherinnen und Besucher anlockt. Vergleichbares gilt für das Ars Electronica Center sowie das Lentos Kunstmuseum für moderne Kunst. Freunde der Straßenkunst werden wiederum auf dem internationalen Fest "Pflasterspektakel" neue Inspiration finden. Neben dem musikalischen Linzfest stellt auch das Brucknerfest mit seinem ganz besonderen Leckerbissen "Klangwolke" eines der wichtigsten Ereignisse in der Linzer Kulturszene dar.
Die Linzer Krönung zur Kulturhauptstadt Europas im Jahre 2009 überrascht angesichts dieser Highlights sicherlich nicht. Ein weiterer wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer der kulturell facettenreichsten europäischen Metropolen war die Aufnahme in die Liste der UNESCO Creative Cities als City of Media Arts im Dezember 2014.

Abwechslungsreichtum ist Trumpf: eine Auswahl der schönsten Sehenswürdigkeiten

Der Historismus dominiert: das wird auf jeden Fall schnell deutlich, wenn man sich die Häuser in den Grenzgebieten zur Innenstadt anschaut. Ein Bummel durch die malerische Metropole beschert aufmerksamen Gästen ein eindrucksvolles Trio: Kulturelles, Kulinarisches und Geschichtliches warten buchstäblich hinter jeder Ecke darauf, entdeckt zu werden. Mit einer Fläche von 13.200 Quadratmetern und einer 20 Meter hohen Marmorsäule ist der Linzer Hauptplatz nur als imposant zu bezeichnen. Eine besondere Attraktion, die man hier auf keinen Fall versäumen sollte, ist das Linzer Glockenspiel mit seinen auf die jeweilige Saison abgestimmten Melodien. Genießen lässt sich dieses musikalische Schauspiel unter anderem, indem man in einem der urigen Gastgärten einkehrt und sich ein Stück Sachertorte zum Kaffee gönnt. Sehens- und erlebenswert sind außerdem das Brucknerhaus, das Lentos Kunstmuseum, der Mariendom und das Schlossmuseum. Und wer seine Einkaufsgelüste stillen möchte, der kommt bei der umfangreichen Linzer Auswahl auch nicht zu kurz. Kunstgewerbliches, Kurioses und Regionales findet sich beispielsweise in den kleinen charmanten Läden der Altstadt. Vor allem die Seitengässchen der berühmten Linzer Landstraße gelten hier als Geheimtipp. Mit langen Einkaufsnächten und Flohmärkten wirbt wiederum der Linzer City Ring für sich, der mit seinen rund 350 Geschäften gewiss etwas für jeden noch so eigenen Geschmack bereithält.

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