Villach

Villach - das Tor nach Südeuropa

Für Geschichtsliebhaber ein Muss

Die Stadt Villach befindet sich in Österreich, ist nur zwei Stunden Fahrzeit vom Mittelmeer entfernt und hat ein multikulturelles Erbe vorzuweisen: Das beweist schon die Tatsache, dass es eine slowenische und italienische Version des Namens gibt. Es handelt sich um die siebtgrößte Stadt Österreichs und heißt alternativ "Beljak" auf Slowenisch beziehungsweise "Villaco" auf Italienisch. Bereits die Römer haben hier ab etwa 15 v. Chr. ihre Spuren hinterlassen, bevor slawische Stämme um 600 einwanderten und das Fürstentum Karantanien gründeten. Rund 140 Jahre später wandte sich der Herzog von Karantanien an den Herzog von Bayern, um sich gegen das Volk der Awaren zu verteidigen.

Die Stadt wurde zudem von Naturkatastrophen heimgesucht. Sowohl am 25. Januar 1348 als auch am 4. Dezember 1690 wurde Villach bei Erdbeben stark beschädigt. Weitere Katastrophen waren menschlicher Natur, da es zu Konflikten zwischen Reformatoren und Gegenreformatoren kam. Im Zuge dessen verließen evangelische Bewohner die Stadt, was einen zeitweiligen wirtschaftlichen Niedergang zur Folge hatte. Von 1809 bis 1813 war Villach Kreisstadt der französischen Illyrischen Provinzen, bevor sie 1813 zurückerobert wurde.

Während des Ersten Weltkrieges war die Stadt im Bundesland Kärnten Sitz des Kommandos der 10. Armee. Im Jahre 1932 bekam Villach den Status einer autonomen Stadt und übernahm administrative Aufgaben. Wie fast überall in Zentraleuropa wurde auch Villach Opfer der Reichspogromnacht und jüdische Einrichtungen wurden zerstört. Im Zweiten Weltkrieg gehörte die Stadt zu den meistbeschädigten Städten des Landes. Die Alliierten bombardierten den Ort bei insgesamt 37 Luftangriffen, wodurch 85 % der Gebäude zerstört wurden.

Auch Freunde der guten Unterhaltung kommen auf ihre Kosten

Villach hat viel mehr als nur eine bewegte Geschichte zu bieten. Zu erwähnen ist beispielsweise der Carinthinische Sommer, der erstmals 1969 stattfand. Es handelt sich um ein Kultur- und Musikfestival, das über 10.000 Besucher zählt. Das Festival begann mit einem Klavierabend im Stift Ossiach, seit 1974 gehört zudem die Kirchenoper als fester Bestandteil zum Carinthinischen Sommer. Sowohl der Rittersaal im Stift Ossiach als auch die Kirchen der Stadt dienen als beliebte Austragungsorte.

Bekannt ist die Stadt in Kärnten auch für die jährlich stattfindende European Bike Week. Die Veranstaltung wird am Faaker See ausgetragen und lockt bis zu 130.000 Fans von Zweirädern diverser Marken an. 1998 gab es ein erstes Treffen für Anhänger der beliebten Marke Harley Davidson. Einer der Höhepunkte der European Bike Week ist eine Parade, bei der tausende Motorradfahrer einen gemeinsamen Ausflug rund um den Faaker See unternehmen.

Von Vorteil ist, dass man in Villach für jeden Geldbeutel eine Unterkunft findet. Herbergen des Österreichischen Jugendherbergverbandes gibt es ebenso wie Hotels aus der 5-Sterne-Kategorie. Zu nennen ist beispielsweise das Hotel Warmbaderhof, das einer riesigen Villa gleicht und über eine traditionelle und dennoch zeitgemäße Lobby-Lounge verfügt. Doch die Stadt ist viel zu schade, um im Hotel zu verweilen. Auch das Nachtleben kann sich sehen lassen: Der V-Club besteht aus zwei Bereichen, die zum Tanz einladen - im Asia Club gibt es musikalisch eine Mischung aus House und Black Music, während in der Tanzarena Colosseum Schlager und Discofox auf dem Programm stehen.

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