Wels

Wels in Oberösterreich: Messestadt und Kulturzentrum gleichermaßen

Das am linken Ufer der Traun gelegene Wels ist die zweitgrößte Stadt des Bundeslandes Oberösterreich. Die Stadt mit der langen geschichtlichen Tradition gilt heute als eine wichtige Industrie- und Messestadt, in der viele kulturelle Veranstaltungen stattfinden.

Historisches zu Wels

Wie archäologische Funde bezeugen, war die Region um Wels bereits um etwa 3.500 v. Chr. besiedelt. Ab etwa 400 v. Chr. ließen sich dort keltische Stämme nieder. Die Römer machten die kleine Ortschaft zu einem bedeutenden militärischen Außenposten und nannten sie Ovilava.

Der Name Wels taucht erstmals in Urkunden des 8. Jahrhunderts auf. Im Jahr 1222 wurde es in den Rang einer Stadt erhoben, was eine rege Bautätigkeit zur Folge hatte.

Die neu gegründeten Handwerker-Zünfte sorgten dafür, dass das städtische Bürgertum eine immer wichtigere Rolle spielte. Zum wirtschaftlichen Aufschwung der Stadt trugen auch die vielen landwirtschaftlichen Güter in ihrem Umfeld bei.

Im 19. Jahrhundert war die Stadt Sitz verschiedener Husaren-Regimenter der k. u. k. Monarchie. Während dieser Zeit wurden diverse kulturelle Veranstaltungsstätten wie beispielsweise das Welser Theater erbaut.

Sehenswürdigkeiten in Wels

Da große Brände und kriegerische Auseinandersetzungen zur Zerstörung vieler alter Bauwerke führten, findet der Wels Reisende heute nur noch wenige Reste aus der Vergangenheit der Stadt.

Von den einst vier Stadttoren ist nur noch der sogenannte Ledererturm übrig geblieben. Er entstand aus dem im 14. Jahrhundert erbauten Ledertor. Das heutige Wahrzeichen von Wels ist nach den Leder-Handwerkern benannt, die in seiner Nähe ihre Werkstätten hatten.

Besonders sehenswert sind auch die vielen Bürgerhäuser am Stadtplatz. Sie entstanden im 16. und 17. Jahrhundert und haben sehr dekorative Arkadenhöfe.

Zu den schönsten Welser Häusern, die sich der Reisende unter keinen Umständen entgehen lassen sollte, gehört auch das der Salome Alt mit seinem künstlerisch gestalteten Eckerker und den Fresken im Innenbereich.

Die Burg Wels war um 776 ein einfacher hölzerner Palisadenbau. Im 12. Jahrhundert entstand an seiner Stelle die heutige steinerne Burg. Sie wurde später zum Lieblingssitz Kaiser Maximilians I.

Heute beherbergt sie das österreichische Gebäckmuseum und Sammlungen zur Stadt- und Landwirtschaftsgeschichte.

Archäologische Zeugnisse aus der Welser Frühgeschichte kann man im ehemaligen Minoritenkloster der Stadt bewundern.

Ebenfalls einen Besuch wert ist die Stadtpfarrkirche, das älteste religiöse Bauwerk von Wels. Sie stammt aus dem Jahr 888. Die einstige Holzkapelle wurde später zur gotischen Kirche umgebaut.

Was der Tourist noch über Wels wissen sollte

Das zentral zwischen Wien und Salzburg gelegene Wels hat mit seinen etwa 2.000 Veranstaltungen pro Jahr auch kulturell eine Menge zu bieten. Dazu gehören beispielsweise das FilmfestiWels, der Welser Kultursommer, der im Arkadenhof des Hauses Stadtplatz 55 stattfindet, und diverse Fach- und öffentliche Messen.

Freunde klassischer Musik kommen beim Richard Wagner-Festival auf ihre Kosten. Es wird einmal jährlich im Stadttheater dargeboten.

Wer in die Stadt an der Traun reist, um Erholung zu finden, hat auch dafür genügend Gelegenheiten: Im Westen und Norden von Wels befindet sich ein insgesamt 16 Kilometer langes markiertes Wanderwege-Netz.

Der Traunuferweg führt von der Traunwehr im Südwesten bis nach Linz, der oberösterreichischen Landeshauptstadt.

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